Betreff: [aktuelles@adfc-bo.de] Noch mal Hattinger Straße und: Paris
Von: "Klaus Kuliga" <kkuliga@arcor.de>
Datum: 03.10.2010 17:46
An: aktuelles@adfc-bo.de

Hallo liebe Freunde des Rad Fahrens in Bochum,
die paar Meter Radfahrstreifen auf der Hattinger Straße schlagen immer noch
hohe Wellen. Ich habe deshalb den Artikel auf www.adfc-bo.de mit einem Nachtrag versehen,
der erklärt, welche Fehler den größten Teil des Ärgers verursachten. Die
ganze Aufregung wäre nicht nötig gewesen, wenn man besser gearbeitet hätte.
Die Radfahrer sind mal wieder die Dummen. Dabei sind wir nicht das Problem,
sondern die Lösung. Autos werden nie weniger Platz brauchen als Fahrräder,
egal ob mit oder ohne Elektromotor.
Im Moment läuft ja der Pariser Autosalon und Renault stellt gleich drei neue
E-Autos vor. Heise.de schreibt dazu:
"Dieses Dilemma [das ungelöste Batterieproblem] tritt bei reinen
Stadtfahrzeugen weniger in den Vordergrund, sofern man nicht die
Grundsatzfrage stellen möchte, wozu man in Metropolen überhaupt ein Auto
braucht." Das ist genau die Frage, die wir stellen.

Nach dem Projekt VeloLib betreibt der Pariser Bürgermeister jetzt das
Projekt AutoLib:
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,720481,00.html Speigel online schreibt dort: "Sorgen macht den Verantwortlichen noch das
Thema Vandalismus. Von den 20.000 Vélib-Fahrrädern wurde fast die Hälfte
zerstört. Wenn die ungleich wertvolleren Elektroautos demnächst in der Seine
landen oder mangels Reichweite irgendwo am Straßenrand verenden, wird das
für Stadt und Betreiber ein teurer Spaß."

Bis jetzt ist noch (fast?) jedes öffentliche Fahrradprojekt am Vandalismus
gescheitert. Der Aufwand für das Velolib-Projekt ist für deutsche
Verhältnisse irrsinnig hoch.


Mit freundlichen Grüßen
Klaus Kuliga

Vorsitzender ADFC Bochum e.V.
Kuliga@adfc-bo.de
(0234) 33 74 13