Betreff: [aktuelles@adfc-bo.de] Die Wittener Straße und die IHK
Von: kuliga@adfc-bo.de
Datum: 04.10.2010 19:52
An: aktuelles@adfc-bo.de

Hallo liebe Freunde des Rad Fahrens in Bochum,
Martin Budich hat mich auf die Anti-Fahrrad-Initiative der Bochumer IHK aufmerksam gemacht, die heute von Den Ruhr-Nachrichten veröffetnlicht wurde. Daher weht der Wind. Es geht tatsächlich um eine Richtungsentscheidung: Soll Bochum fahrradfeindlich bleiben?

Die IHK hat richtig erkannt: Bei der Herner Straße wurde tatsächlich genau das umgesetzt, was jetzt für die Wittener Straße vorgeschlagen wird. Und das war unbedingt richtig so. Die Herner Straße ist das verpflichtende Vorbild für alle Cityradialen (und die anderen Hauptverkehrsstraßen).

 

Hier folgt der IHK-Text:

Cityradialen müssen leistungsfähig bleiben
IHK: Beibehaltung der vierspurigen Wittener Straße zwingend notwendig

Die Industrie- und Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet spricht sich entschieden gegen die Vorschläge der Verwaltung aus, auf der Wittener Straße Radwege zu Lasten des Pkw- und Busverkehrs einzurichten.

Hauptgeschäftsführer Tillmann Neinhaus: „Insbesondere der innerstädtische Einzelhandel hat derzeit genug Probleme, da können wir solche Barrieren für die Kunden überhaupt nicht gebrauchen.“ Bereits mehrfach hat die Verkehrsplanung aus Sicht der IHK die Einfahrmöglichkeiten in die Bochumer Innenstadt erschwert. „Die Herner Straße ist ebenso ein Beispiel wie die Kreuzung Essener Straße/Kohlenstraße Richtung Wattenscheid beziehungsweise Bochum-Innenstadt. Bei der Herner Straße wurde genau das umgesetzt, was jetzt für die Wittener Straße vorgeschlagen wird; bei der Essener Straße kam es aus anderen Gründen zu einer Einspurigkeit. Die Verhältnisse auf beiden Straßen sind gerade zu den Stoßzeiten teilweise unzumutbar“, erläutert Neinhaus.

In der Wittener Straße sieht die IHK eine der letzten verhältnismäßig verkehrstüchtigen Einfahrstraßen in die Bochumer Innenstadt. Dort haben die Verkehrsteilnehmer erst kürzlich vor Augen geführt bekommen, was auch nur eine temporäre Einspurigkeit aufgrund einer Baustelle bedeutet – teilweise kilometerlange Staus bis auf die Autobahn
A 44. Neinhaus: „Wir können nicht auf der einen Seite propagieren, Einkaufsstadt und Dienstleistungsstandort zu sein, und die Menschen auf der anderen Seite aussperren. Polarisierungen nach dem Motto ´Verkehr vs. Sicherheit´ sind hier völlig unangebracht. Beide Aspekte können und müssen miteinander vereinbart werden.“

 

Das IHK-Original ist hier nachzulesen: http://www.bochum.ihk.de/website/tpl/article_view.php?folder_default_netfolderID=10006&article_default_netfolderID=10006&article_default_id=45869&id=10006&dir=10001