Betreff: [aktuelles@adfc-bo.de] WAZ: Die Gefahr lauert überall
Von: Klaus Kuliga
Datum: 18.07.2012 08:52
An: aktuelles@adfc-bo.de

Hallo liebe Freunde des Rad Fahrens in Bochum,

heute berichtet die Bochumer WAZ über das Rad fahren in Bochum:

"Überall lauert das Unglück".
Redakteur Bernd Kiesewetter, der nach eigenen Angaben "bestimmt 15 Jahre nicht mehr Rad gefahren" ist, musste sich extra ein Fahrrad leihen, um eigene Erfahrungen machen zu können.

Online: http://www.derwesten.de/staedte/bochum/ueberall-lauert-das-unglueck-id6891553.html

Das Ergebnis: "Ich habe ohne jede Blessuren überlebt".

(Es gibt einige Radfahrer in Bochum, die haben nicht nur vier Stunden, sondern über zwanzig Jahre Rad fahren in Bochum überlebt. Trotzdem, oder besser: wegen dieser Erfahrung ist der ADFC Bochum ein hartnäckiger Kritiker der Bochumer Verhältnisse.)

Aber: "Überall lauert die Unfallgefahr ... wer auf Bochums Ausfallstraßen wackelig auf den Pedalen ist, kommt todsicher unter die Räder ... ein Fahrfehler kann sofort das Ende der Tour bedeuten."

"Das größte Problem für Radfahrer überhaupt: Das Fahren auf belebten Straßen direkt an parkenden Autos entlang."

(Warum nur thematisiert der ADFC Bochum genau dieses Problem ständig und übt scharfe Kritik an Politik und Verwaltung?)

"Beispiel Wittener Straße, vor der BP-Zentrale: Obwohl dort ein Radweg ist, knallt die Felge gegen drei Zentimeter senkrechten Stein - spitzer Winkel."

(Der ADFC Bochum hat vom ersten Tag an u.a. auf genau diese Stelle als durch falsche Konstruktion entstandenen Gefahrenpunkt hingewiesen. Die WAZ weiß das.)

"In jeder Kurve, bei jedem Wechsel des Belags lauert das Sekundenunglück."

(Ich werde nie den Unfall vergessen, der sich an der Wasserstraße kurz nach der Radverkehrsschau genau dort ereignet hat. Alleinunfall, schwerste Verletzungen. Ursache: nicht verkehrssicherer Radweg.)

In dem ganzen Artikel wird der ADFC Bochum mit keinem Wort erwähnt.

Laut WAZ sind es die WAZ-Leser, die über die Radwege klagen.

(Wenn der ADFC Bochum Politik und Verwaltung angesichts der Bochumer Verhältnisse kritisiert, handelt es sich laut WAZ bekanntlich nur um "rüde Anwürfe", "Unterstellungen" und "Beleidigungen".)

Vgl.:
http://www.adfc-bo.de/index.php?http://www.adfc-bo.de/Wittener02.htm
http://www.adfc-bo.de/index.php?http://www.adfc-bo.de/Wittener%20Str%20Teil%201.htm
http://www.adfc-bo.de/index.php?http://www.adfc-bo.de/Oskar-Hoffmann-Str%20Ost.htm
http://www.adfc-bo.de/index.php?http://www.adfc-bo.de/Rathauskreuzung.htm
http://www.adfc-bo.de/index.php?http://www.adfc-bo.de/Alte%20Wittener%20Str.htm

P.S.: Ich habe bereits in der letzten Woche erneut zwei Bürgeranträge bei der Stadt Bochum eingereicht:

1. Wittener Straße: Die Verwaltung soll endlich, so wie in ihrer eigenen Planung vorgesehen (!), das Parken unmittelbar neben dem Schutzstreifen wirksam unterbinden.

2. Die Verwaltung soll endlich - nach drei Jahren! - beschlussfähige Unterlagen für die AGFS-Bewerbung vorlegen. (Oder die Oberbürgermeisterin soll erklären, dass Bochum fahrradfeindlich bleiben will.)

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Kuliga

Vorsitzender ADFC Bochum e.V.
Kuliga@adfc-bo.de
(0234) 33 74 13

Diese Stadt muss sich bewegen - am besten mit dem Rad.