Betreff: [aktuelles@adfc-bo.de] Wittener Straße: Enormes Unfallpotential bleibt erhalten
Von: Klaus Kuliga
Datum: 23.08.2012 10:10
An: aktuelles@adfc-bo.de

Hallo liebe Freunde des Rad Fahrens in Bochum,

der ADFC Bochum hat seit der Neumarkierung der Wittener Straße zwischen Ferdinandstr. und Lohring immer und immer wieder auf die gefährlichen Mängel der Radfahrstreifen und Schutzstreifen in diesem Bereich hingewiesen.

Der eigentliche Skandal besteht darin, dass die Verwaltung die Gefahr selbst ganz genau kennt:

„Die dichte Führung entlang der Parkstreifen ohne jeglichen Sicherheitsraum eröffnet ein enormes Konflikt- und Unfallpotential für den Radfahrer. Diesem wird durch ‚seinen‘ Streifen eine Sicherheit vorgegaukelt, die er definitiv nicht hat. Polizei und Straßenverkehrsamt schätzen die Situation genauso ein.“

Die Verwaltung nimmt aber dieses "enorme Unfallpotential" seit dem ersten Tag billigend in Kauf und tut nichts.

Der ADFC hat deshalb beantragt, die in der Planung als unverzichtbare dargestellte Abpollerung neben dem Schutzstreifen in Höhe des Stadtarchivs sofort auszuführen.

Dazu sagt die Verwaltung:
"Es gibt keine Möglichkeit, aus diesen Fördertöpfen [mit denen die Fahrbahnerneuerung und die Haltestellen finanziert wurden] die Abpollerung des Parkstreifens zu finanzieren. Daher ist vorgesehen, dies mit Unterhaltungsmitteln im laufenden Geschäft der Verwaltung zu realisieren, sobald personelle und finanzielle Ressourcen frei sind."

Mit anderen Worten: Die Verwaltung nimmt eine lebensgefährliche Situation für die Radfahrer auf unbestimmte Zeit billigend in Kauf. Die vorhandenen "personellen und finanziellen Ressourcen" werden für wichtigere Dinge genutzt.

Wird der Beschwerdeausschuss diese menschenverachtende Haltung der Verwaltung wie üblich unterstützen?
Was ist das für eine Stadt, die Radfahrer so verachtet?

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Kuliga

Vorsitzender ADFC Bochum e.V.
Kuliga@adfc-bo.de
(0234) 33 74 13

Diese Stadt muss sich bewegen - am besten mit dem Rad.