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Von: Klaus Kuliga
Datum: 06.09.2012 17:57
An: aktive@adfc-bo.de

Hallo liebe Freunde des Rad Fahrens in Bochum,
Verkehrsminister Ramsauer hat den Nationalen Radverkehrsplan 2020 vorgestellt und damit erneut die von ihm erfundene, unselige Kampfradler-Debatte losgetreten.

Viele sehen das mittlerweile anders als unser aller Verkehrsminister.
Stellvertretend sei ein Kommentar von Jan Bielicki in der Süddeutschen Zeitung zitiert:

"Woran es vor allem liegt, dass so viele Radfahrer Regeln übertreten, beschreibt der Minister in seinem 'Nationalen Radverkehrsplan' ganz richtig: Schuld sind oft die gravierenden Mängel einer Verkehrsplanung, die nur selten den Anforderungen des dichter werdenden Radverkehrs gerecht wird. Wo Radwege zugeparkt, zu schmal, zu holprig, wo Ampelschaltungen und Verkehrsführung allein auf Autos zugeschnitten sind, weichen Radfahrer fast zwangsläufig auf Gehwege und in ordnungswidrige Manöver aus. Mehr Fahrräder brauchen vor allem: mehr Platz - nicht für Kampfradler, sondern für ein sicheres Miteinander aller auf den Straßen."
http://www.sueddeutsche.de/auto/debatte-um-strassenverkehr-ramsauer-steuert-in-die-falsche-richtung-1.1459880

Die WAZ steht dagegen ganz auf der Seite der Kampfparker und Kampfraser:
"'Kampfradler' sollen in Zukunft härter bestraft werden"
www.derwesten.de/incoming/kampfradler-sollen-in-zukunft-haerter-bestraft-werden-id7065298.html
Das der Minister auch die Strafen für Autofahrer erhöhen will, die z.B. auf Radwegen parken, erwähnt die WAZ nur am Rande.

Es gibt kein richtiges Rad fahren in falschen Verhältnissen.
Und die SPD definiert Bochum immer noch als Autostadt...


Mit freundlichen Grüßen
Klaus Kuliga

Vorsitzender ADFC Bochum e.V.
Kuliga@adfc-bo.de
(0234) 33 74 13

Diese Stadt muss sich bewegen - am besten mit dem Rad.