Betreff: [aktuelles@adfc-bo.de] Fahrradverkehr in NL und D: 15 Jahre Vorsprung
Von: Klaus Kuliga
Datum: 22.11.2012 13:34
An: aktuelles@adfc-bo.de

Hallo liebe Freunde des Rad Fahrens in Bochum,

gestern, am 21. November 2012 gab es ein Fahrrad-Symposium "Fahrrad &
Urban Mobility" in der niederländischen Botschaft in Berlin.

Es ging um einen Kulturvergleich: Welchen Stellenwert hat das Fahrrad?
Im Hintergrund stand natürlich die Kampfradler-Polemik unseres Verkehrsministers.

Die Experten aus den Niederlanden zeigten sich irritiert:
"Kampfradler - für mich ist das etwas Neues", erklärte Ex-Staatssekretär Atsma. Fahrradpolizisten sind in den Niederlanden nicht bestaunte Exoten, sondern Normalität.

Die Niederlande investieren pro Einwohner und Jahr etwa 30 Euro in den Radverkehr - kontinuierlich. Für Bochum würde das bedeuten: Gut 10 Millionen Euro jährliche Investitionen. Der Radschnellweg Ruhr ließe sich mit diesem Geld mühelos finanzieren.

In Amsterdam gilt: "An Straßen, auf denen Autos 50 km/h schnell fahren dürfen, sind Radwege Pflicht". Und die Qualitätsstandards sind hoch.

Die Folge: In den Niederlanden ist die objektive Sicherheit für Radfahrer so hoch wie sonst nirgends auf der Welt. Aber auch die gefühlte Sicherheit ist sehr hoch.

Konsequenz: "Die Holländer fahren viel entspannter Rad als wir Deutschen."

Die Holländer können sich das leisten ...

Mehr dazu:
http://www.spiegel.de/reise/europa/niederlanden-verkehrspolitik-im-zeichen-des-fahrrads-a-868640.html


Mit freundlichen Grüßen
Klaus Kuliga

Vorsitzender ADFC Bochum e.V.
Kuliga@adfc-bo.de
(0234) 33 74 13

Diese Stadt muss sich bewegen - am besten mit dem Rad.