Betreff: [aktuelles@adfc-bo.de] Radverkehrsbericht 2013 und AGFS-Bewerbung
Von: Klaus Kuliga
Datum: 24.08.2013 08:17
An: aktuelles@adfc-bo.de
Reply-to:
aktuelles@adfc-bo.de

Hallo liebe Freunde des Rad Fahrens in Bochum,
am 26. Juli, also vor knapp einem Monat, habe ich zwei Fragen an die Stadt Bochum gestellt:

1. Frage:
Die Verwaltung hat den Auftrag, jährlich einen Radverkehrsbericht vorzulegen. Das hat sie über Jahre hinweg nicht getan. Sie musste 2011 nochmals dazu aufgefordert werden und hat im April 2012 den "Radverkehrsbericht/Sachstand 2011/2012" vorgelegt.
Im Juli 2013 stellt sich daher die Frage:
Wann legt die Verwaltung den überfälligen "Radverkehrsbericht/Sachstand 2012/2013" vor?

Das Büro für Bürgerbeteiligung (BBB) hat dazu jetzt ausgerichtet:
Herr Kremer hat mitgeteilt, "dass der Radverkehrsbericht Bochum 2012/2013 dem zuständigen Ausschuss zum Jahreswechsel vorgelegt wird."

Ich stelle mir das so vor: Herr Kremer kehrt aus dem wohlverdienten Urlaub zurück und findet die Frage des ADFC nach dem Radverkehrsbericht vor. Also markiert er gleich eine neue Aufgabe im Terminkalender und gibt sich vier Monate Zeit, den Bericht zu schreiben. Vielleicht hat er mittlerweile sogar schon damit angefangen.

Was in dem "jährlich" zu erstellenden Bericht, der dann eine Berichtszeitraum von sage und schreibe 20 Monaten umfassen wird, stehen wird, ist allerdings jetzt schon sicher:

"Mit dem Radverkehrsbericht wird eine kontinuierliche und positive Entwicklung des Radverkehrs in Bochum dokumentiert." - so das BBB.

Angesichts der unsäglichen Planungen, die die Stadt Bochum für den Ausbau der Linie 310 in Langendreer, die Wasserstraße, die Viktoriastraße und die Wittener Straße (ZOB) vorgelegt hat, kann das ja nicht anders sein. Die Bochumer fahren trotzdem Rad, nicht deswegen.

2.Frage:
Die Stadt Bochum hat sich verpflichtet, im Jahr 2013 die Bewerbung um Aufnahme in die AGFS einzureichen. Wann wird die Verwaltung die Bewerbungsunterlagen vorlegen?

Dazu lässt Herr Kremer mitteilen:
"Die Bewerbung der Stadt Bochum für die AGFS wird derzeit erarbeitet und wird dem zuständigen Ausschuss noch in diesem Jahr zur Beschlussfassung vorgelegt."

Nun ist es so, dass die Verwaltung bereits seit vier Jahren an der Bewerbung arbeitet. So lange hat sie nämlich schon den Auftrag, "die Bewerbungsunterlagen zur Aufnahme in die AGFS zur endgültigen Beratung vorzulegen." Allerdings musste die Stadt Bochum 2011 erst auf Initiative des ADFC Bochum von Außenstehenden an diesen Beschluss von 2009 erinnert werden. In diesem Zusammenhang fiel dann auch die Sache mit den fehlenden Radverkehrsberichten auf...

Ein Konzept für die Bewerbung ist bis heute nicht erkennbar. Am Zustand der Radverkehrsinfrastruktur und der Neuplanungen lässt sich ebenfalls keine Absicht ablesen, Bochum fahrradfreundlich zu machen. Die Oberbürgermeisterin denunziert lieber den ADFC Bochum ("Unterstellungen und Verleumdungen") als in der Sache etwas zu ändern. Die SPD setzt dem ADFC konsequenterweise "die Hasskappe auf" und bleibt der Idee von der Autostadt Bochum treu.

Wir dürfen sicher sein: So wird die "Radfahrer-Hölle Bochum" (WAZ 21.8.2013)  ganz bestimmt fahrradfreundlich. Im Mai 2014 sind Kommunalwahlen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Kuliga

Vorsitzender ADFC Bochum e.V.
Kuliga@adfc-bo.de
(0234) 33 74 13

Diese Stadt muss sich bewegen - am besten mit dem Rad.

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