Betreff: Radschnellweg Ruhr (RS1) in Bochum
Von: Klaus Kuliga
Datum: 07.12.2013 17:22
An: aktuelles@adfc-bo.de
Reply-to:
"Klaus Kuliga (ADFC Bochum)"

Hallo liebe Freunde des Rad Fahrens in Bochum,

die Verwaltung der Stadt Bochum hat jetzt erstmals selbst Position bezogen zu den in der Konzeptstudie benannten zwei möglichen Trassen des RS1 durch Bochum.

Siehe "Der Radschnellweg Ruhr als Rad-Schiebe-Weg":
http://www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-bochum/aktuelles/aktuelles/article/der-radschnellweg-ruhr-als-rad-schiebe-weg.html

Die von uns vorgeschlagene dritte Variante (südliche Führung) wird gar nicht erst erwähnt.

Die Verwaltung führt aus:

"Trassenkorridor 1:
Aufgeständerte Führung unmittelbar nördlich der Dammlage DB-Gleise des Gleisdreiecks bis zum Nordbahnhof (Nordostseite), weiter über Blumenstraße, Harpener Straße, Brücke Buselohstraße bis Brelohstraße.

Trassenkorridor 2:
Zentrale Führung über Alleestraße, Bongardboulevard und Justizquartier, mit direktem Anschluss des Springorum-Radweges, weiter zur Brücke Buselohstraße und Brelohstraße.

Während die erste Führungsvariante schnell und direkt aber kostenintensiv und mit hohen Anforderungen an die städtebauliche Integration ist, hat die zweite Führungsvariante zwar günstigere Kostenstrukturen, sie muss allerdings die städtebaulichen und verkehrlichen Gegebenheiten berücksichtigen. Die Anpassung an die Erfordernisse des Bongard-Boulevards, mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 20km/h, dem starken, querenden Fußgängerverkehr sowie zahlreichen Veranstaltungen mit Vollsperrung, lassen aus strukturellen und Gründen der Verkehrssicherheit keine Akzeptanz sowohl von der Verwaltung als auch von der Polizei für diese Trassenvariante finden."

Trotz der kaum verständlichen Formulierungen im letzten Satz wird deutlich:

Polizei und Verwaltung halten die Führung des RS1 durch die Innenstadt nicht für möglich. Sie sehen die extrem teure Konstruktion eines in Hochlage aufgeständerten Radwegs direkt neben der Güterbahnstrecke nördlich des Nordrings als einzig machbare Lösung.

Wie dann allerdings die Anbindung des RS1 an Herner Straße, Castroper Straße, Wittener Straße, Universitätsstraße, Hbf, Innenstadt und RUB dargestellt werden soll, bleibt unklar. Man muss ja irgendwie von dem aufgeständerten Radweg wieder auf das Straßenniveau herunterkommen.

Siehe dazu Mitteilung der Verwaltung und Auszug der Konzeptstudie:
https://session.bochum.de/bi/getfile.php?id=307117&type=do
https://session.bochum.de/bi/getfile.php?id=306815&type=do

(Links sind eine Zeile ohne Leerzeichen)

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Kuliga

Vorsitzender ADFC Bochum e.V.
Kuliga@adfc-bo.de
(0234) 33 74 13

Diese Stadt muss sich bewegen - am besten mit dem Rad.

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