Betreff: Rollis auf Radwege, sagt Bochum!
Von: Klaus Kuliga
Datum: 12.12.2013 18:01
An: aktuelles@adfc-bo.de
Reply-to:
"Klaus Kuliga (ADFC Bochum)"

Hallo liebe Freunde des Rad Fahrens in Bochum,
die WAZ berichtet heute über ein Problem an der Oskar-Hoffmann-Straße:

Behinderten-Parkplatz lässt keinen Platz für Rollstuhl.

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/behinderten-parkplatz-laesst-keinen-platz-fuer-rollstuhl-id8763295.html

Stadtsprecherin Annika Vößing behauptet angesichts des Problems:
"Behinderte Verkehrsteilnehmer werden den Radweg beim Ein- und Aussteigen selbstverständlich mit benutzen können."

Das ist unhaltbar. Die Straßenverkehrsordnung sagt eindeutig: "Anderer Verkehr darf den Radweg nicht benutzen." Auch nicht mit dem Rollstuhl. Die StVO gilt sogar in Bochum.

Die Maße von Behindertenparkplätzen sind nicht in der StVO geregelt, sondern in der DIN 18024-2. Demnach muss die Bewegungsfläche vor der Längsseite eines Kfz mindestens 150 cm tief sein. Daraus ergibt sich eine Gesamtstellplatzbereite von 350 cm. Das gilt auch auf der Oskar-Hoffmann-Straße.

Der Hans-Schalla-Platz und die Saladin-Schmitt-Straße bieten in nächster Nähe mehr als genug Platz für behindertengerechte Behindertenparkplätze, die Radfahrer nicht gefährden. Aber davon will Bochum nichts wissen.

Das ist wieder einmal ein krasses Beispiel für den Umgang der Bochumer Verwaltung mit der Straßenverkehrsordnung, mit den berechtigten Interessen von Radfahrern und diesmal auch mit den Rechten von Rollstuhlfahrern.

So kann die Stadt Bochum gleich zwei Gruppen auf einmal diskriminieren.


Mit freundlichen Grüßen
Klaus Kuliga

Vorsitzender ADFC Bochum e.V.
Kuliga@adfc-bo.de
(0234) 33 74 13

Diese Stadt muss sich bewegen - am besten mit dem Rad.

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