Fahrradhölle Ruhr-Universität: Lebensgefahr auf dem Radweg - und eine passende Reaktion
Radfahrer auf dem Weg zur Universität müssen im Begegnungsverkehr rechts fahren, unmittelbar an der Seite der entgegenkommenden Kraftfahrzeuge. Auf der Fahrbahn ist Fahren nur in Richtung Nord erlaubt. Die RUB-Ausfahrt wird auch von LKW benutzt. Schon wenn auf dem Radweg und dem angrenzenden schmalen Gehweg keine Pkw verbotswidrig geparkt werden, erfordert der Zwei-Richtungs-Radweg ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, um Gefährdungen auszuschließen. Der Radweg ist nur mangelhaft von der Fahrbahn getrennt.
Spätestens seit die Parkhäuser 1-4 wegen Baufälligkeit geschlossen wurden, wird der gesamte Bereich des Radweges auf der Brücke durchgehend beparkt, wodurch sowohl der schmale Gehweg als auch der Radweg nicht mehr gefahrlos zu benutzen sind. Die Fahrbahn wird in Fahrtrichtung links ebenfalls durchgehend beparkt. Selbst wenn der Radweg völlig frei von parkenden Fahrzeugen wäre, würde hierdurch eine Gefährdung der entgegenkommenden Radfahrer entstehen, weil der Kraftfahrzeugverkehr wegen der links parkenden Fahrzeuge auf den Radweg ausweicht, genau in den Bereich, wo die Radfahrer entgegenkommen.
Die Situation ist der Ruhr-Universität Bochum, der Stadt Bochum, dem Bau und Liegenschaftsbetrieb des Landes und den beteiligten Ämtern seit langem bekannt. Trotzdem geschieht nichts. Die Verantwortlichen schieben sich gegenseitig die Zuständigkeiten zu. Die Radfahrer zahlen täglich die Zeche.
Wir fordern Polizei, Ordnungsamt, Straßenverkehrsbehörde, Ruhr-Universität und BLB im Namen der Betroffenen auf, ihrer Verkehrsicherungspflicht endlich nachzukommen und die Situation sofort zu entschärfen. Das verkehrswidrige Parken in diesem Bereich muss wirksam unterbunden werden. Solange Kraftfahrzeuge auf dem Radweg und dem Gehweg geparkt werden, müssen diese Fahrzeuge umgehend, Tag für Tag, abgeschleppt werden.
Der Radweg muss durch eine breite Doppellinie und gegebenenfalls zusätzlich durch Sperren von der Gegenfahrbahn getrennt werden.
ADFC
Besser Rad fahren!
Und es geht doch (E-Mail vom 19.4.2011):
„Sehr geehrter Herr Kuliga,
der Radweg wird durch die MitarbeiterInnen der Verkehrsüberwachung des Straßenverkehrsamtes seit dem letzten Freitag überwacht. Anlässlich der Kontrolle festgestellte Falschparker die den Radweg auf der Brücke an der Max-Immendahl-Straße blockierten wurden abgeschleppt. Bei der Kontrolle ergaben sich allerdings unterschiedliche Bilder:
Bei einem Ortstermin am 07.04.11 war der Radweg und Gehweg frei von Falschparkern, am 15.04.11 waren morgens gegen 09:00 Uhr vier Falschparker vor Ort, am 18.04., zu etwa gleicher Zeit, war der Rad- und Gehweg frei, am heutigen Tag gegen 11:00 Uhr wurden 14 Falschparker abgeschleppt.
Weil es hier zu massiven Behinderungen und Gefährdungen von Radfahrern und Fußgängern kommt, werden die Kontrollen in diesem Bereich kontinuierlich zu unterschiedlichen Tageszeiten fortgesetzt.
Mit freundlichen Grüßen
Uwe Bock
Stadt Bochum
Straßenverkehrsamt -34 12-
Verkehrsüberwachung
44777 Bochum“