Hans-Böckler-Straße: Neuer Radweg
Ursache des Problems war die ungenügende Berücksichtigung des Fahrradverkehr in der ursprünglichen Planung. Die Radfahrer sahen sich gezwungen auf einem schmalen Streifen, eingekeilt zwischen den Gleisen der Straßenbahn auf der einen und parkenden Autos auf der anderen Seite, ihren Weg zu suchen. Von Verkehrssicherheit konnte da keine Rede sein.
Jetzt ist der ehemalige Parkstreifen des Kfz-Verkehrs in einen Radweg umgewandelt worden. Der Radweganfang liegt in der Fahrlinie der Radfahrer, so dass der Radweg ohne unsinnige und gefährliche Verschwenkungen direkt errreichbar ist. Der Bordstein ist auf 0 cm abgesenkt, so dass keine gefährliche Stolperkante verbleibt. Am Radwegende ist eine vorgezogene Aufstellfläche markiert, so dass sich Radfahrer an der roten Ampel gefahrlos auch zum Abbiegen nach links oder rechts vor den Autofahrern aufstellen können. Daran müssen sich die Autofahrer noch gewöhnen.
Ein Fehler ist allerdings erhalten geblieben: Zwischen dem Radweg und den verbliebenen Parkstreifen ist kein Sicherheitsstreifen markiert. Platz genug ist vorhanden. Die Autos stehen durchwegs nicht am rechten Rand der Parkstreifen, sondern am linken, wo der Sicherheitsabstand einzuhalten ist.
Dieser Fehler läßt sich leicht nachträglich korrigieren. Wichtig ist jetzt, dass die Stadt Bochum das Parken auf diesem Radweg effektiv unterbindet. Hier muss "Null Toleranz" gelten.
Wenn alle Radwege in Bochum die hier eingehaltenen Mindeststandards erfüllen würden, wären wir einen großen Schritt weiter. Die Stadt Bochum ist gefragt.